Kindergeschrei, Mülltonnenreinigung und Kehrwoche sind die Themen, die die Herzen von Eigentümern und damit auch die der Hausverwaltung am häufigsten höher schlagen lassen. Das Abstellen von Fahrrädern rangiert eher auf den hinteren Plätzen, ist aber auch noch oft genug ein Streitthema.

Das Landgericht Berlin hat sich dazu in einem Urteil geäußert, in dem es sinngemäß heißt, dass auch nach Jahren des Abstellens seines Fahrrades im Hinterhof kein Gewohnheitsrecht entsteht. Ein Mieter pochte auf sein angebliches Recht, nachdem der Vermieter ihm dieses nach vielen Jahren verboten hatte.

Michael Reith  / pixelio.de

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Die Begründung des Gerichtes lautete folgendermaßen: Der Vermieter kann auch nach Jahren seinem Mieter verbieten Fahrräder im Hof oder anderswo abzustellen, muss dies aber entsprechend begründen, z. B. bspw. zählen dazu verstellte Flucht- und Rettungswege oder eine generelle Zunahme von Fahrrädern im Hof.

LG Berlin, Az. 67 S 70/11