Ein Vermieter hat ein Mieterhöhungsverlangen an seinen Mieter gesandt, der darauf nicht antwortete. Der Vermieter wertete das als Zeichen der Zustimmung und zog die höhere Miete per Lastschrift einfach vom Mieter ein. Dieser forderte nach vielen Monaten die Mieterhöhung wieder zurück. Zu Recht, wie das Landgericht Stuttgart  (Aktenzeichen 13 S 41/11) entschied.

Schweigen heißt in diesem Fall nicht gleich konkludentes Handeln, in diesem besonderen Fall sprach der Mieter noch dazu schlecht Deutsch und war rechtlich unerfahren.