Die Vertragsparteien können in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbaren, dass der Vermieter im Anschluss an Nebenkostenabrechnungen die Höhe der Nebenkostenvorauszahlungen durch einseitige Erklärung anpassen darf.

Die Ausübung dieses Anpassungsrechts unterliegt nicht dem gesetzlichen Schriftformerordernis. In langfristigen Gewerbemietverträgen ist es verbreitet zu regeln, dass der Vermieter die Nebenkostenvorauszahlungen an die tatsächliche Entwicklung der jährlichen Abrechnungen anpassen kann. Die Möglichkeit  eines einseitigen Bestimmungsrechts ist bereits gesetzlich geregelt. Der Vermieter überschreitet die Grenze des gesetzlich eingeräumten Entscheidungsspielraums grundsätzlich nicht, wenn er die Höhe der Vorauszahlungen nach dem Ergebnis einer formell ordnungsgemäßen Betriebskostenabrechnung für die jeweils vergangene Abrechnungsperiode bemisst.