Wenn es die olympische Disziplin im Zurückrudern gegeben hätte, der Sieger stünde fest: das Bundesministerium für Gesundheit.

Im Jahr 2011 wurde die lange vorbereitete Trinkwasserverordnung novelliert und eine, fast jeden verpflichtende, Trinkwasserüberprüfung auf Legionellen eingeführt. Bei rund 2.000 Toten aufgrund von Legionellenerkrankungen in Deutschland ein durchaus heres Unterfangen. Nicht bedacht wurde allerdings, dass die Flut von Anträgen und eingereichten Nachweisen die Gesundheitsämter (deren Personalkontingent selbstverständlich nicht aufgestockt wurde) völlig überlasten würde.

Jetzt wird seitens des Bundesministeriums für Gesundheit kräftig zurückgerudert, die Gesundheitsämter haben wahrscheinlich alle wegen Arbeitsüberlastung die weiße Fahne gehisst.

Der neueste Entwurf, an dem gerade fieberhaft gearbeitet wird:

Nun soll nur noch aller drei Jahre eine Überprüfung der Anlagen stattfinden und die Frist zum Einbau von Probeentnahmestellen und anderen technisch notwendigen Änderungen an den Trinkwasseranlagen deutlich verlängert werden.